03 Psychische Belastungen

TK-Gesundheitsreport 2018: Lkw-Fahrer länger krank als Professoren

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Menschen in Schreibtisch-Berufen am fittesten

Am fittesten sind die Beschäftigen in den klassischen Schreibtisch-Berufen. In der Berufsgruppe „Lehrende und ausbildende“ (z. B. Professoren oder Berufsschullehrer) sind die Beschäftigten durchschnittlich nur 9,7 Tage krankgeschrieben. Es folgen die Menschen aus der IT- und Kommunikationsbranche mit nur 9,9 Tagen.

„Gewisse Berufsfelder bringen natürlich von Natur aus mehr gesundheitliche Risiken als Folge der Belastung am Arbeitsplatz mit sich“, so Albrecht Wehner, Experte für Gesundheitsberichterstattung bei der TK. „Ein Handwerker ist einem höheren Verletzungsrisiko ausgesetzt als ein Büroangestellter. Aber auch die Berufszufriedenheit, das Arbeitsklima und die Möglichkeit der persönlichen Entwicklung am Arbeitsplatz fördern die Gesundheit – oder machen im Umkehrschluss krank.“ Es muss auch beachtet werden, mit welchen Belastungen man welchen Job noch machen kann. „Ein Büroangestellter mit einem Beinbruch kann schneller an seinen Arbeitsplatz zurückkehren als ein Arbeiter in der Werkhalle eines Industriebetriebs“, so Wehner.

Anstieg von psychischen
Fehlzeiten

Auffällig ist, dass die psychisch bedingten Fehlzeiten, nach einem leichten Rückgang 2016, 2017 wieder um 0,9 Prozentpunkte gestiegen sind. Seit 2006 verzeichnet der Gesundheitsreport einen kontinuierlichen Anstieg der psychisch bedingten Fehlzeiten um rund 90 Prozent. Albrecht Wehner: „Dass die psychischen Fehlzeiten seit Jahren kontinuierlich zunehmen, muss auch in den Unternehmen berücksichtigt werden. Arbeitsplätze befinden sich im stetigen Wandel. So gehen zum Beispiel Globalisierung, Effizienzsteigerungen und Digitalisierung nicht spurlos an den Arbeitnehmern vorbei. Hier sind die Arbeitgeber gefragt, individuell zu ermitteln, wie sie ihre Mitarbeiter stärken und positiv an die Firma binden können“, so Wehner.

Fragen, die sich die Unternehmen stellen sollten: Entsprechen die Aufgaben den Qualifikationen der Arbeitnehmer? Werden Arbeitsprozesse transparent kommuniziert? Identifiziert sich der Arbeitnehmer mit seinen Aufgaben und hat er einen angemessenen Entscheidungsspielraum? Und nicht zuletzt: Sieht der Arbeitnehmer einen Sinn in dem, was er tut?

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