In der Influenza-Saison 2024/25 haben sich 56,3 % der Klinikmitarbeitenden für die Influenza-Impfung entschieden. Die Impfquote des ärztlichen Dienstes war wie in den Jahren zuvor deutlich höher als die des Pflegepersonals. Auch die jährliche COVID-19-Impfung wird in den Berufsgruppe unterschiedlich häufig wahrgenommen; am häufigsten von der Ärzteschaft. Insgesamt haben sich innerhalb der letzten 12 Monate nur 16,4 % der Klinikmitarbeitenden gegen COVID-19 impfen lassen. Das sind Ergebnisse aus der jährlichen RKI-Online-Befragung im Rahmen der OKaPII-Studie, die in einem Bericht online veröffentlicht wurden. Die Befragung hat auch gezeigt, dass die Influenza-Impfentscheidung vor allem durch das Vertrauen in die Sicherheit der Impfung und den Willen, andere durch die eigene Impfung zu schützen, beeinflusst wird. Gleichzeitig bestanden Wissenslücken und Unsicherheiten, insbesondere zu Sicherheitsfragen. Auch wissen z.B. nur 20,5 % der Teilnehmenden, dass die Influenza-Impfung das Risiko für einen Herzinfarkt senken kann.
Die RKI-Daten zeigen deutliche Unterschiede in der Impfbereitschaft für die Influenza- und COVID-19-Impfung. Eher oder auf jeden Fall gegen Influenza impfen lassen möchten sich in der kommenden Saison 67,3 % aller Befragten, für COVID-19 liegt der Anteil bei 22,6 %. Bezüglich der Influenza-Impfung sind sich 9,3 % unsicher, bei COVID-19 fast ein Viertel der Mitarbeitenden. 23,4 % der Mitarbeitenden möchten sich eher nicht oder auf keinen Fall gegen Influenza impfen lassen, bei COVID-19 liegt der Anteil bei 54,4 %.
Im Rahmen der OKaPII-Studie werden jährlich Influenza-Impfquoten von Klinikpersonal sowie die Einstellung zur Impfung erhoben. Neben der Influenza-Impfung werden auch der Impfstatus zur COVID-19– und in der OKaPII-Erhebungswelle 2025 einmalig auch zur Pertussis-Impfung abgebildet.
Robert-Koch-Institut (RKI)


