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WHO und WMO veröffentlichen Bericht und Leitlinien zum Schutz der Arbeiter vor zunehmendem Hitzestress

Foto: © IrmaPrastiwi – stock.adobe.com (mit KI generiert)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) haben heute einen gemeinsamen Bericht über den Klimawandel und Hitzestress am Arbeitsplatz veröffentlicht. Andreas Flouris (Professor für Physiologie an der Universität Thessalien, Griechenland, und Gastprofessor für Umweltmedizin an der Universität Ottawa, Kanada) fungierte als Herausgeber dieser Kampagne, die deutlich macht, dass die Hitzekrise keine ferne Bedrohung ist – sie findet jetzt statt.

Warum es wichtig ist: Hitzestress ist nicht nur ein gesundheitliches Problem. Es ist eine wirtschaftliche Herausforderung und eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Der Schutz der Arbeitnehmer bedeutet, die Lebensmittelsysteme, die Infrastruktur und die Volkswirtschaften selbst zu schützen.

Der Bericht stützt sich auf Erkenntnisse aus fünf Jahrzehnten und zeigt, wie steigende Temperaturen die Arbeit verändern. Die Beweise sind eindeutig:

  • 2,4 Milliarden Arbeitnehmer sind Hitzeeinwirkung ausgesetzt, die sich auf ihre Gesundheit und Produktivität auswirkt.
  • Hitzestress führt zu Krankheiten, Verletzungen und Todesfällen in allen Sektoren, von landwirtschaftlichen Betrieben und Baustellen bis hin zu Fabriken und darüber hinaus.
  • Sowohl Arbeiter im Freien als auch in Innenräumen sind gefährdet, wobei die Schwächsten am stärksten belastet werden.
  • Wenn nicht gehandelt wird, wird extreme Hitze die Ungleichheiten vertiefen, die Volkswirtschaften stören und die Ziele für nachhaltige Entwicklung gefährden.

Die gute Nachricht? Es gibt Lösungen. Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer können heute handeln: Bessere Vorschriften, intelligentere Zeitplanung, hitzeresistente Kleidung, Flüssigkeitszufuhr, Schatten und Frühwarnsysteme.

Vollständiger Bericht hier: https://www.who.int/publications/i/item/9789240099814

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