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Zum 60. Geburtstag von Stephan Letzel

Am 7. Juni 2014 feierte Herr Univ.- Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Stephan Letzel seinen 60. Geburtstag. Hierzu gratulieren wir im Namen der gesamten Deutschen Arbeitsmedizin ganz herzlich und wünschen dem Jubilar alles Gute, vor allem aber Gesundheit und Zufriedenheit für die Zukunft.

Herr Stephan Letzel ist ein Arzt und Diplomingenieur, der sich in seiner arbeitsmedizinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit sowie mit seinem ehrenamtlichen Engagement herausragende Verdienste um die deutsche Arbeits- und Sozialmedizin erworben hat. Seit September 2001 leitet er das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Aufgrund seiner hervorragenden wissenschaftlichen Fähigkeiten ist Prof. Letzel ausgewiesener Experte und demzufolge Vorsitzender vieler Sachverständigengremien. Sein Name steht für eine kompetente Politikberatung zur Förderung der aktuellen Arbeitsmedizin.

Stephan Letzel wurde am 7. Juni 1954 in München als drittes von vier Kindern geboren. Seine Eltern waren als praktische Ärzte in München niedergelassen.

Nach der Abiturprüfung absolvierte Herr Letzel von 1977–1982 an der TU München ein Studium des Allgemeinen Maschinenbaus, welches er erfolgreich mit der Diplomarbeit „Betrachtung der Einsatzgebiete der spanenden Fertigung in der Medizin unter ingenieurwissenschaftlichem Gesichtspunkt“ abschloss. Danach schrieb er sich für das Fach Humanmedizin an der Universität Erlangen ein und erhielt am 13.05.1988 die Approbation als Arzt und wurde mit der Dissertation „Moderne Arbeitsplatzgestaltung unter ergonomischen Gesichtspunkten“ zum Dr. med. promoviert.

Folgerichtig war er von 1988–1994 als wissenschaftlicher Assistent am Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (IPASUM) der Universität Erlangen-Nürnberg unter der Leitung von Prof. Valentin und später Prof. Lehnert tätig. Er wurde 1993 Facharzt für Arbeitsmedizin und habilitierte sich bei Prof. Lehnert 1994 mit dem Thema „Arbeitsmedizinische Untersuchungen zur Belastung und Beanspruchung in der Aluminium herstellenden Industrie“.

Herr Stephan Letzel arbeitete von 1994 bis 2001 weiter am IPASUM als Oberarzt.

1994 erwarb er die Zusatzbezeichnung Umweltmedizin und 2002 die Zusatzbezeichnung Sozialmedizin. Seit 1995 hat er die volle Weiterbildungsermächtigung für Arbeitsmedizin und seit 2009 auch für 6 Monate Sozialmedizin.

2001 erhielt er den Ruf als Ordinarius für Arbeitsmedizin und darüber hinaus die Leitung des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, welches er bis heute leitet. Die Arbeitsschwerpunkte des Instituts hat er weitergeführt und deutlich ausgeweitet. Sie liegen insbesondere auf der Bewertung der Toxizität von Arbeitsstoffen, in der Untersuchung von Belastungen und Beanspruchungen von neuen Arbeitsstoffen (z. B. Aluminiumschweißen) und neuen Arbeitsverfahren, den beruflichen Einflussfaktoren auf die Verkehrssicherheit, der psychomentalen Belastung und Beanspruchung am Arbeitsplatz und der Risikobewertung sowie betrieblichem Gesundheitsmanagement in Klein- und Mittelständischen Unternehmen. Die Arbeiten zur Bewertung von Beanspruchungen und Belastungen von Lehrern seit 2008 haben zur Gründung des bisher in Deutschland einmaligen Instituts für Lehrergesundheit am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizinder Johannes Gutenberg-Universität Mainz geführt, welches er seit seiner Gründung zum 01.01.2011 auch leitet. Die Arbeit dieses An-Instituts wird seitdem mit großer Aufmerksamkeit in ganz Deutschland verfolgt und dient in einigen Bundesländern als Vorbild für eigene Aktivitäten zur Lehrergesundheit.

Herr Stephan Letzel gilt unter Kollegen als geachtete Arztpersönlichkeit und als ein Fachmann, der wesentliche Impulse zur Weiterentwicklung der Arbeitsmedizin geliefert hat.Tatsächlich ist sein Sachverstand an vielen Stellen gefragt.

Er ist Mitglied u.a. in der Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe. Er engagiert sich in zahlreichen weiteren Expertengruppen und fungiert auf Landes- und Bundesebene als kompetenter Politikberater. Unter anderem ist er langjähriger Vorsitzender des Ausschusses für Arbeitsmedizin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie der stellvertretende Vorsitzende der Sektion „Berufskrankheiten“ des Ärztlichen Sachverständigenbeirats beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Mitglied des Landesbeirates für Arbeitsschutz in Rheinland-Pfalz und seit Jahren auch Vorsitzender der Ethik-Kommission der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz.

Zahlreiche Publikationen, Gutachtertätigkeiten für Fachzeitschriften und Mitarbeit in Expertengremien sind ein Beleg für die arbeitsmedizinische Expertise von Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Stephan Letzel.

Großes Ansehen genießt er nicht nur in der Politik, sondern auch in der internationalen und nationalen arbeitsmedizinischen Wissenschaft. Seit 2001ist er Vorstandsmitglied und aktuell Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin, der er als Präsident der Gesellschaft von 2005–2011 vorstand. Er ist Mitherausgeber des Standardwerkes „Handbuch der Arbeitsmedizin“ und „Umweltmedizin in Forschung und Praxis“. Herr Letzel ist Mitglied der Redaktion der Zeitschrift „Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Umweltmedizin“ und in den wissenschaftlichen Beiräten u.a. der Zeitschriften „International Archives of Occupational and Environmental Health“ und „Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie“.Er ist als Gutachter für diverse nationale und internationale wissenschaftliche Fachzeitschriften tätig. Selbst hat er über 500 Publikationen national und international verfasst oder an ihnen mitgewirkt.

Auch in der ärztlichen Selbstverwaltung ist Herr Letzel aktiv: Als Gutachter und Prüfer ist er in den Weiterbildungsgremien der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz tätig. Auf Bundesebene ist Stephan Letzel Mitglied des Ausschusses „Arbeitsmedizin“ der Bundesärztekammer.

Für sein wissenschaftliches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. 1992 wurde ihm der E.W.Baader-Preis für seine Arbeit „Haut-, Bronchial-, Kehlkopf- und Harnwegskarzinommorbidität bei Patienten mit berufsbedingter Teerhauterkrankung“ verliehen.

Auch mit 60 Jahren bleibt Herr Letzel hoch aktiv und engagiert sich in vielen Bereichen. Aktuell wurde er zum Studiendekan der Universitätsmedizin Mainz gewählt. Ungebrochen ist sein Engagement für die ärztliche Weiter- und Fortbildung an verschiedenen arbeitsmedizinischen Akademien und in der laufenden Weiterbildung der arbeitsmedizinischen Begutachtung für Kollegen. Er ist als Sachverständiger für nahezu sämtliche Landessozialgerichte der Bundesrepublik tätig.

Seit 24 Jahren ist er mit der Ärztin Dr. med. Elisabeth Letzel verheiratet. Er hat einen Sohn und eine Tochter, die beide in der Medizin den Spuren des Vaters folgen werden.

Zu seinem Geburtstag wünschen wir Herrn Stephan Letzel alles erdenklich Gute, Glück und Erfolg in seinen weiteren Aktivitäten und ganz zuvorderst eine stabile und lange Gesundheit, damit er als ehemaliger Bobfahrer in der Vierermannschaft der Deutschen Nationalmannschaft auch seinen sportlichen Hobbies weiter nachgehen kann, wenn es seine knappe Freizeit erlaubt.

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