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ABAS im Dialog mit der betrieblichen Praxis

250 Fachleute von Kliniken, Behörden, Unfallversicherungsträgern, Ingenieurbüros und anderen Unternehmen trafen sich am 1. Dezember 2010 im Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) in Dresden. Geladen hatten der Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) und das IAG, um aktuelle Probleme beim Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen zu beleuchten. In diesem Jahr lagen die Schwerpunkte der Dialogveranstaltung des ABAS bei der Gefährdungsbeurteilung, der arbeitsmedizinischen Prävention und den praktischen Schutzmaßnahmen. Die betriebliche Praxis stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. In ihrer Begrüßung machte Isabel Rothe, Präsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), deutlich, dass die Gefährdungsbeurteilung eine wissenschaftliche Basis brauche. Hier arbeite die BAuA an neuen, praxisorientierten Messmethoden, um die Belastung durch biologische Arbeitsstoffe schneller und einfacher zu erfassen. Der Dialog mit der betrieblichen Praxis schaffe Öffentlichkeit und helfe, praktikable Handlungshilfen zu entwickeln. Entsprechend erlebten die Teilnehmenden ein interessantes und lebhaftes Forum, auf dem grundlegende und spezifische Fragen zu biologischen Arbeitsstoffen diskutiert wurden. Dabei spannte die Veranstaltung einen Bogen, der über den Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen im medizinischen oder landwirtschaftlichen Bereich hinaus ging. So kamen die Entsorgungswirtschaft, die metallverarbeitende Industrie, bei der Gefährdungen insbesondere durch Kühlschmierstoffe auftreten können, oder die Arbeit in Archiven zur Sprache. Hilfreiche Instrumente zur Gefährdungsbeurteilung bietet der ABAS den Arbeitgebern mit der Technischen Regel Biologische Arbeitsstoffe TRBA 400 „Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung und für die Unterrichtung der Beschäftigten bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen“ und mit den technischen Regeln zu Schutzmaßnahmen für verschiedene Branchen an.

www.baua.de/abas

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