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Editorial

Silvester Siegmann

Digitalisierung an allen Ecken und Enden. Man gewinnt den Eindruck, als würden wir das Ende der Kreidezeit der analogen Arbeitsplätze erleben. Seit dem Einschlag des App-Meteoriten verschwinden die letzten Dinosaurier-Arbeitsplätze. Unbemerkt und unterschätzt von den einstigen Groß(maschinen)echsen der Arbeitswelt stehen plötzlich kleine und flotte Apps an jeder Ecke. Smarte Produkte und Cutting Edge Technologien bringen viel Freude und Erleichterung in die analoge (Rest)Welt, aber wie vor etwa 65 Millionen Jahren gibt es anschließend auch eine Menge neuer Probleme. Es ist nicht plötzlich alles besser, nur anders. Wer sich nicht anpassen konnte oder wollte, war plötzlich verschwunden. Noch immer gibt es viele Produktionsbereiche mit schweren Lasten und unergonomischen Arbeitsplätzen. Auch weiterhin wird es einfache und einfachste Tätigkeiten mit einem beachtlichen manuellen Anteil geben. Die alten Probleme bleiben uns noch eine lange Zeit erhalten. Das dürfen wir nicht außer Acht lassen. Aber die neuen Megatrends Digitalisierung, New Work, Talent Development, Robotics und Globalisierung mit ihren dazugehörigen Belastungen und resultierenden Beanspruchungen drängen mit Macht. Alle scheinen sich aktuell nur noch mit
den Problemen der Arbeitswelt 4.0 zu beschäftigen. Am Horizont erscheint schon die Arbeitswelt 5.0: Roboter werden künftig die Produktion in einer „Smart Factory“, aber auch bestimmte Dienstleistungen so stark verändern, dass wir Schwierigkeiten haben uns das alles ausmalen zu können. „Künstliche Intelligenz“ (KI) wird unser Begleiter mit allen Chancen und Risiken.

Noch ist es nicht ganz so weit. Die Digitalisierung aber ist bereits seit geraumer Zeit da und nimmt weiterhin mächtig Fahrt auf. Sie begleitet uns auf Schritt und Tritt auch beim betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Handeln und Tun. Daher wollen wir uns diese schöne neue Welt (?) in den nächsten beiden Ausgaben der ErgoMed etwas anschauen.

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